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Der Vorsprung liegt im Ablauf |
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Liebe Kollegin, lieber Kollege, künstliche Intelligenz verschafft einem Architekturbüro keinen Wettbewerbsvorteil. Den verschafft erst ein Büro, das seine Abläufe so umbaut, dass die Maschine dort arbeitet, wo sie stark ist, und der Mensch dort, wo er unersetzlich bleibt. Das Werkzeug kann heute jede Kollegin und jeder Kollege für einen überschaubaren Monatsbeitrag abonnieren. Den Ablauf nicht. Die Zahlen zeigen, wie offen das Feld noch ist. In der Berufspolitischen Befragung der Bundesarchitektenkammer (BAK) vom Mai und Juni 2025 gaben 29 Prozent der Kammermitglieder an, KI-Werkzeuge im Arbeitsalltag zu nutzen, überwiegend noch in der Erprobung; 77 Prozent wünschten sich Fortbildungen zum Thema. Eine im März 2026 veröffentlichte Studie von Maxim Massenkoff und Peter McCrory für das KI-Unternehmen Anthropic, also einen Anbieter, ergibt nach einer Auswertung von Euronews für Architektur und Ingenieurwesen ein theoretisches KI-Potenzial von 85 Prozent; tatsächlich beobachtet wurden fünf Prozent. Zwischen 85 und fünf Prozent liegt kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Zeitfenster. Wer es nutzt, ordnet sein Büro neu, während andere noch ausprobieren. Warum verschafft das Werkzeug allein keinen Vorsprung?Weil der Berufsstand diese Lektion schon einmal gelernt hat. Als Ende der Achtzigerjahre die ersten CAD-Arbeitsplätze in die Büros kamen, habe ich erlebt, wie viele Kolleginnen und Kollegen den Rechner als elektronisches Zeichenbrett benutzten. Gezeichnet wurde dasselbe wie vorher, nur langsamer, weil das Programm noch fremd war. Den Vorsprung erarbeiteten sich jene Büros, die ihre Arbeit um die neue Technik herum neu organisierten: mit Layerstrukturen, Detailbibliotheken, Planköpfen und Austauschregeln, die jedes Projekt von Anfang an trugen. Nicht die Software machte den Unterschied, sondern die Ordnung dahinter. Mit der KI wiederholt sich das Muster, nur schneller. Ein Chatfenster auf jedem Bildschirm verändert an den Abläufen eines Büros zunächst nichts. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter fragt anders, prüft anders, legt anders ab. Das Ergebnis ist ein mehr...
Mit kollegialen Grüßen
Stuart Stadler
Architekt Baukunst Akademie
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Der Architekt, den keiner mehr braucht? Warum KI den Beruf zerlegt, aber nicht abschafft
Wird künstliche Intelligenz Architektinnen und Architekten überflüssig machen? Die Frage ist falsch gestellt. KI ersetzt den Beruf nicht, sie zerlegt ihn: Entwurf, Zeichnung, Ausschreibung und Verantwortung lassen sich
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KI-Kodex der Architektenschaft: Der Berufsstand schreibt sich eigene Regeln
Kennzeichnungspflicht seit August, Kodex bis Jahresende, Genossenschaft für die Daten: Die Kammern ordnen den KI-Einsatz im Büro. Wie verbindlich wird das?
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Wettbewerbsmonitor 2026: Der Wettbewerb wird zur Ausnahmeerscheinung.
232 Wettbewerbe, zehn davon offen: Die öffentliche Hand verzichtet auf ihr bestes Qualitätsinstrument. Am Geld liegt das kaum, eher an fehlendem Willen.
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Licht als Werkstoff
Harz, Glas und Spiegel als Räume aus Licht: Sabine Marcelis zeigt ihre erste Museumsausstellung im Zürcher Toni-Areal, einer einstigen Großmolkerei, umgebaut von EM2N.
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Wer haftet für die Maschine? Warum KI die Verantwortung der Architektenschaft nicht schmälert
Ein F.A.Z.-Gastbeitrag will Architektinnen und Architekten bei KI-Fehlern aus der Haftung nehmen. Warum das riskant ist und die HOAI KI-Effizienz belohnt.
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Lehrgang – Rechtlich sicher Start: 3. November 2026
Der Lehrgang vermittelt, wie Architektinnen und Architekten Projekte rechtssicher, strukturiert und haftungsbewusst umsetzen – von der Akquise über Planung und Ausführung bis zur Abnahme und Absicherung durch geeignete Versicherungen.
Zum Lehrgang
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Lehrgang »KI als Assistent im Büroalltag« Start: 5. November 2026
Unser Lehrgang „KI im Büroalltag“ hat gezeigt, was mit KI in den Bereichen Text, Bild, 3D und Animation möglich ist. Die spannende Frage, die sich viele von Ihnen stellen: Wie setze ich KI konkret in meinem Büroalltag ein? Genau hier setzt unser neuer Lehrgang »KI als Assistent im Büroalltag« an – und genau deshalb ist er der logische nächste Schritt für Sie.
Zum Lehrgang
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Sagrada Família als Legoset: Das Modell ist fertig, die Stadt noch nicht
12.060 Teile, 749,99 Euro: LEGO vollendet die Sagrada Família im Regal. In Barcelona ist ihr Zugang offen, 194 Wohnungen stehen zur Disposition.
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Die Milliarde hinter dem Zaun. Was die Bellevue-Sanierung wirklich bezahlt
860 Millionen Euro für Schloss Bellevue, 205 Millionen für das Ausweichquartier. Wohin das Geld fließt, warum Pracht das falsche Wort ist und was der Bund nicht weiß.
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Aufmachen statt abreißen: Frankfurts Türme suchen ein zweites Leben
Frankfurts ältere Bürotürme verlieren Mieterinnen und Mieter. Das Deutsche Architekturmuseum und Arup zeigen Szenarien, die den Bestand zur Stadt öffnen, statt ihn abzureißen.
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Editorial der VfA Hessen
Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 5.11.2026 findet in der Messe Offenbach der Hessische Architektentag zum Thema „Produktive Stadt“ statt. Experten diskutieren ab 11:30 Uhr über nachhaltigen Umbau, Raumangebote und urbane Resilienz. Die VFA lädt zum Austausch ein.
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KI im Bauamt: Bayern will das Ermessen regeln, bevor die Daten da sind
Bayern will Verwaltungsakte vollautomatisch erlassen, auch bei Ermessen. Schweizer Pilotprojekte zeigen, wo KI im Bauantrag hilft und wo das Baurecht selbst im Weg steht.
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