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Liebe Kollegin, lieber Kollege,
sommerlicher Hitzeschutz ist die planerische Disziplin, Gebäude und Quartiere auch in Extremsommern ohne maschinelle Kühlung bewohnbar zu halten, und er entscheidet sich nicht an der Klimaanlage, sondern am Reißbrett. Dass dieser Satz keine Theorie mehr ist, hat der Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 in Erinnerung gerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“ mahnte ein breites Bündnis aus Gesundheitswesen, Pflege und Planung, dass Schutz vor Hitze lange vor dem ersten Tropentag beginnt. Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), fasste es in einen Satz: „die steinerne Stadt ist passé“. Für den Berufsstand ist das weniger Provokation als Arbeitsanweisung.
Warum entscheidet sich Hitze am Reißbrett und nicht am Thermostat?
Weil die Stadt selbst zum Wärmespeicher wird. Dichte Bebauung, Asphalt und fehlendes Grün lassen Innenstädte an Hitzetagen um bis zu zehn Grad wärmer werden als ihr Umland. Dieser städtische Wärmeinsel-Effekt ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis vergangener Planungsentscheidungen, und damit umkehrbar. Die steinerne Stadt der Gründerzeit war auf Dichte und Repräsentation hin gebaut, nicht auf vierzig Grad im Schatten; ihre Blockränder und Steinfassaden speichern die Wärme, die sie nachts kaum mehr abgeben. Die Folgen sind nicht abstrakt: Das Robert Koch-Institut (RKI) wies für den Sommer 2022 rund 4.500 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland aus, ganz überwiegend ältere Menschen in überhitzten Wohnungen. Wer Hitzeschutz für eine Komfortfrage hält, verwechselt Behaglichkeit mit Daseinsvorsorge... mehr
Mit kollegialen Grüßen,
Stuart Stadler Architekt Baukunst Akademie
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Weniger ist Wohnraum: Ist dies das Ende des überregulierten Bauens?
Rund 4.000 Normen stehen in Deutschland mit dem Bauen in Zusammenhang, und sie treiben die Baukosten spürbar nach oben. Der Nationale Normenkontrollrat fordert nun eine radikale Vereinfachung des
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Architektonischer Heimatstil
Die AfD will öffentliche Bauten einem architektonischen Heimatstil unterwerfen. Der Begriff bleibt vage, die Folgen für Vergaberecht, Kammern und Baukultur sind konkret. Eine Einordnung.
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Wer entscheidet, was gute Architektur ist?
Trump verordnet per Dekret die Klassik, die AfD träumt vom Heimatstil, und prominente Stararchitekten loben halblaut den autoritären Bauherrn, der ohne Bürgerbeteiligung und Vergaberegeln bauen lässt. Politisch trennt
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Stein gewordenes Gedächtnis: Was der Drohnentreffer auf Kiews Höhlenkloster über Erinnerung verrät
Am 15. Juni 2026 trifft eine russische Drohne die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew, ein 1941 gesprengtes und um 2000 rekonstruiertes Bauwerk. Ein Brennglas der Geschichte.
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Das Kreuz aus Bayern: Wie ein Gundelfinger Betrieb Gaudís höchsten Turm krönte, ohne fertig zu sein
Ein Kreuz aus Bayern krönt Gaudís Sagrada Família: Der Christusturm macht sie zur höchsten Kirche der Welt. Vollendet ist Barcelonas Jahrhundertbau damit aber noch nicht.
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Der Schweizer Pavillion: Das unerledigte Geschäft des Zusammenlebens
Hinter Giacomettis Backsteinmauern verhandelt eine sechsköpfige Gruppe, was Zusammenleben heute bedeutet. Ausgangspunkt: eine Schweizer Fernsehdebatte von 1978. Ein Pavillon als Echoraum.
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Sichtbar, nicht entdeckt: Warum das Aussenbild eines Architekturbüros gestaltet werden muss
Ein gutes Büro spricht durch seine Bauten. Doch wer es nicht kennt, begegnet ihm zuerst am Bildschirm. Über Sichtbarkeit als erlernbare Kompetenz.
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Promenadologie als Lehrfach: Wie Architekturschulen das Gehen wiederentdecken
Spazieren als Lehrmethode: Wie Lucius Burckhardts Spaziergangswissenschaft die Wahrnehmung des Raums trainiert und warum Architekturschulen sie wiederentdecken.
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Lehrgang – Bauherren gewinnen: KI-gestützte Akquisestrategie für Architekturbüros Start: 9. Juli 2026
Architektur-Akquise bedeutet Verifikation, da Auftraggeber Bestätigung suchen. Dieser Lehrgang bietet in vier Modulen einen konkreten Praxisplan von der Google-Sichtbarkeit bis zur Präsentation. KI dient dabei als beschleunigendes Werkzeug, analysiert am realen Beispiel von oha architekten.
Zum Lehrgang
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Lehrgang »KI als Assistent im Büroalltag« 8. September 2026
Die große Resonanz auf unseren Einführungslehrgang hat uns bestätigt: KI ist im Architekturbüro angekommen. Im Lehrgang vertiefen wir die praktische Anwendung konkreter KI-Tools entlang der Leistungsphasen – ergänzt um die rechtlichen Aspekte der Nutzung.
Zum Lehrgang
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Lehrgang »Psychologie Grundkurs im Architekturbüro« 10. September 2026
Architektur ist Teamwork. Doch wie gelingt die Zusammenarbeit, wenn der Druck steigt und die Deadlines näher rücken? Genau hier setzt unser Grundkurs »Psychologie im Architekturbüro« an.
Zum Lehrgang
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Fliegender Bau über der Seine: Was JRs Pont-Neuf-Höhle über temporäres Bauen verrät
Vom 6. bis 28. Juni 2026 stülpt der Künstler JR dem Pariser Pont Neuf eine begehbare, aufblasbare Felshöhle über, 120 Meter lang und bis zu 18 Meter hoch.
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Olivenhaine in Ostösterreich: Klimaanpassung oder Spinnerei?
Olivenhaine im Marchfeld und Burgenland: Der Verein Agro Rebels macht aus dem Klimawandel ein Anbauprogramm. Spinnerei oder ernsthafte Antwort? Ein Blick auf Recht und Landschaft.
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Gestaltung als Voraussetzung des Zusammenhalts: der Baukulturbericht 2026/27
Gestaltqualität als Frage des sozialen Zusammenhalts: was der siebte Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur für Städte und Demokratie bedeutet.
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Die belastete Adresse: Wie Geschichte Immobilienwerte formt
Wie beeinflussen Geschichte und Stigma den Wert einer Immobilie? Vom Spukhaus zum NS-Bau: ein Essay über belastete Adressen und die Rolle der Architektur.
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Bundesbank stoppt Sanierung ihrer Frankfurter Zentrale: ein Kulturdenkmal verliert seinen Nutzer
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel stoppt den Milliardenumbau der brutalistischen Zentrale in Frankfurt. Denkmalschutz, Haushaltsrecht und neue Arbeitswelt prallen aufeinander.
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Frankfurt: Wie die Digitalisierung das Baugenehmigungsverfahren beschleunigt
3.180 genehmigte Wohnungen, 52 Tage Bearbeitungszeit: Frankfurts Bauaufsicht zeigt, wie konsequente Digitalisierung Verfahren beschleunigt, während der Bundestrend stagniert.
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Editorial der VfA Hessen
Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 24. Juni 2026 findet die Gründungsveranstaltung der Architekturkooperative in Wiesbaden statt. Die Architekturkooperative (ARKO) ist eine unabhängige berufsständische Genossenschaft in Gründung, die ein treu¬händerisches digitales Ökosystem bereitstellt...
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Nachhaltige Dachlösungen im Fokus
VfA Hessen im Gespräch mit Mathias Walter, Leiter Architektenberater bei BMI Deutschland, über die neue Oberflächenformel für Dachsteine. Die BMI Deutschland GmbH ist einer der führenden Anbieter von Steil- und Flachdachsystemen in Deutschland.
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Kühldächer: Warum heller Anstrich Städte wirksamer kühlt als Stadtgrün
Gegen Hitze in der Stadt gilt Grün als erste Wahl. Eine Modellstudie aus London stellt diese Gewissheit infrage und kürt eine überraschend simple Maßnahme zur wirksamsten: den weißen
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Der Klang, den niemand hört: Wie akustische Gesundheit zum Entwurfsparameter wird
Akustik ist mehr als hörbarer Komfort: Selbst unhörbarer Infraschall verändert Stimmung und Stresshormone. Warum Klang zum Entwurfsparameter wird, den die Architektur nicht länger ignorieren sollte.
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