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Die Gratwanderung der Seele |
Ausgabe 10 / 2025 Deutschland |
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Die Gratwanderung der Seele: Über Eitelkeit, Verantwortung und wahre Baukunst
Ein Editorial über die Balance zwischen künstlerischem Anspruch und ethischer Verantwortung in der zeitgenössischen Architektur
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
es gibt in unserem Beruf einen Moment der Wahrheit, den ich immer wieder erlebe: wenn die Zeichnungen fertig sind, die Modelle glänzen und alle Kompromisse hinter uns liegen – dann zeigt sich, wer wir wirklich sind. Nicht als Künstler, nicht als Unternehmer, sondern als Menschen, die Verantwortung für die Gestaltung von Raum tragen.
Das Editorial dieser Ausgabe wirft diese Frage auf mit einer Klarheit, die sich nur aus jahrzehntelanger Praxis ergibt: Sind wir unserer eigenen Anschauung verpflichtet – oder sind wir es einer Vielzahl von Dingen, darunter auch .. mehr
Herzlichst
Stuart Stadler Architekt
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Professionelle Verantwortung: Standards für Doppelhaus-Neuplanungen
Doppelhäuser sind nicht einfach Grundstücke nebeneinander. Sie sind Strukturen mit Regeln – und als Planerinnen und Planer tragen wir Verantwortung für deren Kontinuität.
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Deutsche Bauämter kosten Wohnungsbau Milliarden
Während Technologiekonzerne Rechenzentren in der Größe Manhattans planen, verharren deutsche Bauämter in der Papierablage. Eine paradoxe Situation – aber kein technisches, sondern ein politisches Problem. Der Preis der
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Schneller, billiger, einsamer? Wie der Bau-Turbo die Baukultur gefährdet
Der geplante “Bau-Turbo” soll Wohnungsbau beschleunigen, riskiert aber Standards zu gefährden. Die Bundesarchitektenkammer fordert einen anderen Weg.
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Das Instagram-Denkmal in den Bergen: Wenn Architektur zur Reklame wird Die Alpen sind ins Instagram-Zeitalter eingezogen – und mit ihm eine Architektur der Spektakel, die sich weniger an Bewohnerinnen und Bewohnern als an Algorithmen orientiert.
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Die »Arc de Trump« und die Erosion demokratischer Architekturkultur
Wer in Washington 2026 unter einem Triumphbogen hindurchgeht, wandert durch die “Arc de Trump”. Eine goldene Freiheitsstatue mit Flügeln bekrönt das Bauwerk – Kitsch als politische Philosophie.
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Wie ein Dorf im Nahetal Deutschlands Baugeschichte für die Zukunft bewahrt
Bad Sobernheim zeigt, wie regionale Baukultur durch konsequente Denkmalpflege lebendig bleibt. Das Freilichtmuseum und die Klosterruinen bilden ein Architektur-Lehrbuch der Nahe-Region – vorindustrielle Handwerkstradition trifft auf mittelalterliche Klosterarchitektur.
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Niedernhausen: Wie die Gier nach dem Mehrwert ein Wohnbauprojekt vernichtete
Ein Musicaltheater, ein ehrgeiziger Investor und eine Gemeinde mit klaren Forderungen: Wie die Divergenz zwischen privatem Renditedenken und öffentlichem Gestaltungsanspruch ein Wohnbauprojekt in Hessen zum Scheitern brachte.
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Geheimplan oder Geschäftstätigkeit? Wie ein Investor Münchens Kultstätten aufkauft
München erlebt einen ungewöhnlichen Immobilien-Moment: Ein Investor kauft Kultstätten der Innenstadt mit überraschender Geschwindigkeit auf. Die Architekturszene rätselt über die Strategie – und das Potenzial für eine Stadtentwicklung
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Baukunst – Verfallsmanagement statt Denkmalschutz
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz enthüllt in ihrem ersten Schwarzbuch ein verstörendes Bild: Täglich verschwinden drei eingetragene Denkmale – oft weil die öffentliche Hand ihre Schutzpflicht sabotiert.
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Gaza nach dem Krieg: Wie die Zerstörung kultureller Stätten die Gesellschaft spaltet
Beim Wiederaufbau zerstörter Stadtlandschaften offenbaren sich gesellschaftliche Prioritäten im Mikrokosmos. Die Frage nach kulturellem Erbe ist keine romantische, sondern eine zutiefst politische – und im Gaza-Streifen zeigt sich,
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KI im Büroalltag 1.3
Auf Grund der Nachfrage zu unserem Lehrgang "KI im Büroalltag" planen wir weitere Termine. Ein möglicher Wiederholungskurs vermittelt praxisnahe Grundlagen für den Einsatz künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag von Architektur- und Planungsbüros.
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Lissabon wird zum Zentrum zeitgenössischer Kunst
Kura und Millionen, Ästhetik und Kommerz: Lissabon erlebt einen Kunstboom, der zwei unterschiedliche Visionen offenbart. Doch hinter den eleganten Fassaden offenbaren sich Fragen nach Authentizität, Nachhaltigkeit und dem
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Milliardenmuseum als Hoffnung: Kann Architektur die Stadt heilen?
George Lucas sammelt seit fünfzig Jahren Narrative in Form – nun schafft er in Los Angeles einen »Tempel« für die Kunstform des Volkes, die sich all das zu
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Fragen statt Antworten – was der Deutsche Pavillon in Venedig 2026 wirklich bedeutet
Die Künstlerinnen Henrike Naumann und Sung Tieu repräsentieren eine neue Generation kritischer Positionen im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 2026
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Wer baut die Zukunft? Warum architektonisches Denken auf dem Mond fehlt
Der Mondstaub stellt ein fundamentales konstruktives Rätsel dar: scharfkantig, elektrostatisch aufgeladen und weitgehend unberechenbar. Berliner Forschende wollen ihn nun mit Lasern in stabiles Baumaterial verwandeln. Ein vielversprechender Technologiesprung
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Schöne Häuser, mieses Gehalt? Warum der Architektur-Beruf an Attraktivität verliert
Das Architektur-Studium dauert mindestens fünf Jahre und kostet nicht selten 15.000 Euro. Danach warten auf die Absolventen und Absolventen nicht üppige Einstiegshonorare, sondern vielmehr ein fragmentierter Arbeitsmarkt
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100 Jahre Frei Otto: Ein Manifest gegen konformistische Architekturlehre
Frei Otto war nicht nur Architekt – er war ein Bildungsreformer. Sein Institut IL prägte Generationen von Studierenden darin, Architektur als interdisziplinäre Forschung zu verstehen. Heute, ein Jahrzehnt
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Das Ende der Smartphone-Ära?
OpenAI und der legendäre Designer Jony Ive arbeiten an einem Gerät, das die Smartphone-Ära beenden könnte. Statt Bildschirm und Touch-Interface entsteht ein palmengrosses, kontextbewusstes Objekt – eine radikale
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Grüner Glanz über Atommüll? Kritische Gedanken zur Nachnutzung von Gundremmingen
Die Sprengung der Gundremminger Kühltürme markiert architektonisch weit mehr als das Ende einer Ära: Sie ist der Auftakt zu einer raum-transformativen Innovation, die zeigt, wie Rückbau und Neubau
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